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Gedanken zur Zeit

Gedanken zur Zeit

Exzerpt des 1. Kapitels (Seite 9 – 15) aus

So machen Sie mehr aus Ihrer Zeit“

von Ludger Weilinger

1.Aufl. Herder Verlag, Freiburg

ISBN 3-451-213842

Standort: QP 410 W 422+1

Exzerpiert am 13.09.2011

Erstellt an der

Hochschule Regensburg

Fakultät angewandte Sozialwissenschaften

Lehrveranstaltung: Selbstmanagement

Aufgabensteller: Prof. Dr. phil. Johann Weigert

Vorgelegt von

Sebastian Brenner

 Matrikelnummer: XXXXXX

Semester: 2. Fachsemester


Regensburg, den 15.09.11

Inhaltsverzeichnis

1.

Falsche Vorstellungen verhindern erfolgreiches Handeln

3

2.

Die Zeit, eine besondere Größe

3

3.

Zeitphilosophie

4

4.

Wert der Zeit

4

5.

Quellenverzeichnis

5

6.

Ehrenwörtliche Erklärung

6

  1. Falsche Vorstellungen verhindern erfolgreiches Handeln

    Oft reicht es aus eine Frage umzudrehen um zu einem vollkommen anderem Ergebnis und dadurch zu einem anderen Verhalten zu kommen. So kann bei der Zeitplanung die Fragestellung Was kann ich alles im voraus Planen zu vielen antworten führen und es uns Ermöglichen langfristig und im voraus zu planen und zu arbeiten. Die Fragestellung, was man alles nicht vorhersehen könne, gibt auch viele antworten, hemmt uns aber in Planung und handeln. Falsche Vorstellungen verhindern also Erfolgreiches Handeln

    Hier helfen keine Tricks und Tipps! Wirksam ist nur das Erkennen und Ändern falscher Vorstellungen. Also müssen zunächst einmal falsche Vorstellungen erkannt und beseitigt werden.1 Die Änderung des Blickwinkels – wie oben beschrieben – kann hier helfen.

  2. Die Zeit, eine besondere Größe

    Zeit ist nicht gleich Zeit. Sie wird subjektiv wahrgenommen und gefühlt. Uhren machen die zeit zwar messbar, jedoch ist der Eindruck von der Länge einer Stunde nicht immer gleich. Auf der Webseite http://www.wasistzeit.de findet sich hierzu folgendes Zitat (Autor: unbekannt):

    Um den Wert eines Jahres zu erfahren, frage einen Studenten, der im Schlußexamen (sic!) durchgefallen ist. Um den Wert eines Monats zu erfahren, frage eine Mutter, die ein Kind zu früh zur Welt gebracht hat. Um den Wert einer Woche zu erfahren, frage den Herausgeber einer Wochenzeitschrift. Um den Wert einer Stunde zu erfahren, frage die Verlobten, die darauf warten, sich zu sehen. Um den Wert einer Minute zu erfahren, frage jemanden, der seinen Zug, seinen Bus oder seinen Flug verpaßt hat. Um den Wert einer Sekunde zu erfahren, frage jemanden, der einen Unfall erlebt hat. Um den Wert einer Millisekunde zu erfahren, frage jemanden, derbei den Olympischen Spielen eine Silbermedaille gewonnen hat.“2

    Das Zeit nicht vermehrbar sei ist eine weitere Eigenschaft die der Zeit zugeschrieben wird, jedoch kann man sich durch verschiedene Maßnahmen durchaus einen „Vorrat“ an Zeit anlegen. Auch die Aussage man habe für etwas keine Zeit ist so nicht richtig.

    Die Menschen haben fast immer Zeit für Dinge, Tätigkeiten, Menschen etc., die ihnen enorm wichtig sind, von denen sie sich den größten „Profit“ versprechen. Wenn ein Mensch im Moment keine Zeit für etwas hat, dann hat er diese Zeit für etwas anderes, das er nach seiner Meinung tun sollte bzw. tun muß und dm er in diesem Moment bewußt (sic!) oder unbewußt (sic!) den „Vorrang“ gibt.“3

  3. Zeitphilosophie

    Die Frage nach dem Wesen der Zeit ist ein Teil unserer Lebensphilosophie. Fragen wie die nach dem Sinn verwendeter Zeit, nach dem Wesentlichen und Richtigem werden nicht durch Nach-denken sondern nur durch nachdenken beantwortet. Die Beschäftigung ist wichtig um um letztlich die richtigen Entscheidungen zu treffen.

  4. Wert der Zeit

    Über den Wert der Zeit machten sich die Menschen seit jeher Gedanken. Lucius Annaeus Seneca, genannt Seneca der Jüngere behandelt das Thema in den Epistulae morales ad Lucilium, einer Sammlung von 124 Briefen an Lucilius über die Ethik/Moral. Er vergleicht dabei die Zeit mit dem Vermögen eines Mannes. Mann sollt über Verluste Bescheid wissen und nicht erst dann zu sparen beginnen, wenn der Mangel bereits spürbar ist. Letztlich ist der Wert der Zeit über dem Wert von geld und Vermögen anzusiedeln.

  5. Quellenverzeichnis

    Literarische Quellen

    Weilinger, Ludger, „So machen sie mehr aus Ihrer Zeit“ Herder Verlag, Freiburg 1989

1Weilinger, Ludger, „So machen sie mehr aus Ihrer Zeit“ Herder Verlag, Freiburg 1989, Seite 9

2http://www.wasistzeit.de/zeitzitate/a1.htm

3Weilinger, Ludger, „So machen sie mehr aus Ihrer Zeit“ Herder Verlag, Freiburg 1989, Seite 11/12

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Zeitmanagement im Studium

Zeitmanagement im Studium

Erstellt an der

Hochschule Regensburg

Fakultät angewandte Sozialwissenschaften

Lehrveranstaltung: Selbstmanagement

Aufgabensteller: Prof. Dr. phil. Johann Weigert

Vorgelegt von

Sebastian Brenner

Matrikelnummer: XXXXXX

Semester: 2. Fachsemester

Regensburg, den 15.09.11

Inhaltsverzeichnis

1.

Vorwort

3

2.

Was ist Zeit

4

3.

Das Pareto-Prinzip

5

3.1. Prioritätensetzung nach ABC-Analyse

6

4.

Zeitmanagement an einem Beispieltag

7

5.

Zeitmanagement vs. Studiumsstruktur

9

5.1. Nachteile

9

5.2. Grenzen und Lösungen

9

6.

Persönliche Erfahrung

11

7.

Quellenverzeichnis

12

8.

Ehrenwörtliche Erklärung

13

  1. Vorwort

    Der Kurs Selbstmanagement war bereits beendet, als mir auffiel, dass ich noch kein Thema für die Hausarbeit in selbigem Fach hatte. Die Möglichkeit um diesen Arbeitsaufwand durch das einfache Halten eines Referates herum zu kommen, hatte ich natürlich versäumt (bzw. mich einfach nicht zur rechten Zeit darum gekümmert) und so blieb mir nichts anderes übrig, als die Sprechstunde meines Professors aufzusuchen und um ein Thema zu bitten.

    Über die Frage, wo ich den meine größten Schwächen im Bereich des Selbstmanagements sehen würde, war ich erstaunt und noch mehr darüber, dass das Wort Zeitmanagement mir in Rekordzeit über die Lippen kam.

    Mein Professor meinte daraufhin – und ich bin mir sicher in diesem Moment ein wissendes Lächeln, vielleicht sogar ein Grinsen auf seinem Gesicht gesehen zu haben – „na gut, dann schreiben sie über Zeitmanagement im Studium“.

    Die nächsten Wochen verbrachte ich mit der Lektüre von Büchern mit Titeln wie „Wie ich die Dinge geregelt kriege“, „Zeitgewinn durch Selbstmanagement“ oder „Zeitmanagement – Basiswissen fit im Job“.

    Doch so wie die Lektüre der Bibel allein aus niemandem einen guten Menschen schafft, erreichte auch die Lektüre von Fachliteratur rund um das Thema Selbst- und Zeitmanagement nicht, dass die Entstehung dieser Arbeit nicht auf die letzte Minute abgeschlossen wurde.

    Ein Grund hierfür könnte sein, dass die meisten Bücher sich doch eher mit den Terminplanern von Managern und Firmenchefs beschäftigen. Die Systeme sind durchwegs sinnvoll und praktikabel, jedoch auf meine Persönliche Lebenssituation als Student angewandt, erscheint es wie der berühmte Schuss mit der Kanone auf den Spatzen.

    Allerdings fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt unter Zeitdruck oder gestresst.

  2. Was ist Zeit

    Wer etwas besser im Griff haben will sollte darüber ein wenig Bescheid wissen. Das gilt auch für die Zeit. Aber was ist Zeit? Nach einer kurzen oberflächliche Recherche im Internet wissen wir:

    Die Zeit ist eine physikalische Größenart. Das Formelzeichen der Zeit ist t, ihre SI-Einheit ist die Sekunde s. Sie ist ein „von Menschen geschaffenes Konstrukt“, ebenso wie etwa Länge, Masse und Gewicht.

    […] Für die physikalischen, die Bio- und Humanwissenschaften ist die Zeit ein zentraler, auch messtechnisch erfassbarer Parameter[…]. Die Psychologie untersucht die Zeitwahrnehmung und das Zeitgefühl. Die Ökonomie betrachtet Zeit auch als Wertgegenstand.1

    Für das Zeitmanagement (auch im Studium) sind von diesen Definitionen und Betrachtungsweisen mehrere wichtig und gültig. z.B. die Messbarkeit, aber auch die Zeit als Wertgegenstand und die Zeitwahrnehmung.

    Gerade im Studium treffen wir oft Entscheidungen die unsere Leben langfristig beeinflussen (z.B. die Auswahl einer Praktikumsstelle oder die Wahl des Vertiefungsgebietes), müssen Prioritäten setzen (Hausarbeit bearbeiten oder doch lieber zum Tutorium) und sind trotz aller Freiheit in einem starren Zeitplan (Vorlesungszeiten, Öffnungszeiten der Bibliothek, Belegzeiten der ZIP-Pool-Rechner etc.) gefangen.

    Ein sinnvolles Zeitmanagement kann uns helfen, den Wirkungsgrad unserer Zeit, sozusagen ihren Wert, zu erhöhen.

  3. Das Pareto-Prinzip

    Der italienische Soziologe und Ökonom Vilfredo Frederico Pareto (1848-1923) erkannte zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dass 20 Prozent der italienischen Familien über rund 80 Prozent des Volksvermögens verfügten. 

    Abbildung 1: Grafische Darstellung des Pareto-Prinzips

    Diese Gesetzmäßigkeit ist in der Folge auch auf andere Lebensbereiche übertragen worden und hat auf diesem Weg auch Eingang in das Arbeits- und Zeitmanagementgefunden. Im Allgemeinen wird diese Gesetzmäßigkeit als Pareto-Prinzip, Pareto-Formel, 80/20-Regel oder 80/20-Prinzip bezeichnet.“2

    Abbildung 2: Grafische Darstellung de ABC-Analyse

    Auf das Zeitmanagement angewandt, besagt das Pareto-Prinzip, dass 20% der Zeit 80% Prozent der Ergebnisse bringen und umgekehrt. Basierend auf dem Pareto-Prinzip lässt sich auch eine Prioritätensetzung durchführen. Die sogenannte „Prioritätensetzung durch ABC-Analyse“

    Auf das Studium angewandt würde das bedeuten, dass nur 35% der zur Verfügung gestellten Informationen in Vorlesungen relevant sind um 85% der Fragen einer Klausur zu beantworten. Selbiges gilt für den Arbeitsaufwand bei Referaten oder Hausarbeiten. Funktionierendes Zeitmanagement ist also auch eine Frage der richtigen Prioritätensetzung.

    3.1. Prioritätensetzung nach ABC Analyse

    Um bei seinen Aufgaben, Tätigkeiten, Arbeiten nach der ABC-Analyse Prioritäten zu setzen helfen verschiedene Fragestellungen:

  • Mit welcher Aufgabe kann ich gleich mehrere Ziele erreichen.

  • Welche Aufgabe ist für mein Fortkommen am wichtigsten

  • Bei welcher Aufgabe habe ich besonders hohe Erfolgsaussichten

  • etc.

Im Studium könnten dies Kurse sein, bei denen mit einmaligem Arbeitsaufwand 2 Leistungsnachweise abgelegt werden können (z.B. Rechtlicher Konflikt im Kurzfilm / 2. Leistungsnachweis Recht) oder Referate über prüfungsrelevante Themen. Auch die Klausurvorbereitung bei Klausuren mit eingeschränktem Stoffgebiet gehört zur Gruppe A.

Aufgaben mit Priorität B wäre die Prüfungsvorbereitung bei Klausuren ohne eingeschränktem Stoffgebiet oder Referate ohne Klausurbezug. Auch Arbeiten mit Zulassungscharakter, deren Note nicht in die Prüfungsleistung einfließt sind eher Aufgaben der B-Priorität.

Die Lektüre von Zusatzliteratur – besonders wenn diese nicht wirklich prüfungs- relevant ist – gehört zur Gruppe-C und sollte nach Möglichkeit delegiert werden. Dies kann auch für den ein oder anderen Vorlesungsbesuch gelten.

  1. Zeitmanagement an einem Beispieltag

    Literatur zum Thema Zeitmanagement richtet sich meist an Arbeitnehmer in mittlerer oder gehobener Position, die „Wissensarbeit“ leisten. Ein Studium ist jedoch ein Phase der Ausbildung, also des wissenschaftliche Lernens und Forschens an einer Hochschule oder Universität.

    Was den Ausbildungsabschnitt Studium von vorhergehenden Ausbildungsabschnitten unterscheidet, ist die gesteigerte Verantwortung auf Seiten des Studierenden. Studenten teilen sich ihre Arbeitszeit zwar nicht frei ein, da Vorlesung, Bibliotheksöffnungszeiten usw. mehr als einen zeitlichen Rahmen vorgeben in dem der Student sich zu bewegen hat, jedoch müssen Gruppenarbeiten, Hausarbeiten und nicht selten ein Nebenjob zu Studiumsfinanzierung um die vorgegebenen Zeiten herum gebaut werden. Hinzu kommt noch ein Privatleben.

    Um angewandtes Zeitmanagement zu verdeutlichen, betrachten wir einen fiktiven realistischen Tag eines Studenten.

    Auf seinem Stundenplan stehen an diesem Tag 4 Vorlesungen. Die To-Do Liste enthält eine Referat in Zusammenarbeit mit einem anderen Studenten. Der wöchentliche Einkauf ist zu erledigen und ab 21:00 Uhr arbeitet unser Student als Barkeeper.

    6:10

    Aufstehen

    15:15 -16:45

    Vorlesung 4

    6:10 – 6:40

    Duschen, rasieren, etc.

    16:45 – 17:30

    Referat

    6:40 – 7:10

    Frühstücken

    17:45 – 18:15

    Einkaufen

    7:10 – 8:10

    Weg zur Uni

    18:15 – 18:45

    Weg nach Hause

    8:15 – 9:45

    Vorlesung 1

    19:00 – 19:30

    Kochen und Essen

    10:00 – 11:30

    Vorlesung 2

    19:30 – 20:30

    Freundin

    11:30 – 12:20

    Mittag

    21:00 – 1:00

    Arbeit

    13:30 – 15:00

    Vorlesung 3

    Erschwerend hinzu kommt, das er sich auch fest vorgenommen hat zumindest 2 Stunden an diesem Tag mit seiner Freundin zu verbringen Der ganze Tag ist verplant und der Tagesplan enthält keinerlei Raum für unvorhergesehenes. Schon ein verspäteter Bus bringt den ganzen Tag durcheinander und ob die geplante Zeit um das Referat vorzubereiten ausreicht ist ebenfalls fraglich. Hektik und Stress sind die Folge.

    Nun wenden wir die ABC-Analyse auf den Tagesplan an, wobei auch die privaten Ereignisse eine Priorität bekommen:

    6:10

    Aufstehen

    15:15 -16:45

    Vorlesung 4

    6:10 – 6:40

    Duschen, rasieren, etc.

    16:45 – 17:30

    Referat

    6:40 – 7:10

    Frühstücken

    17:45 – 18:15

    Einkaufen

    7:10 – 8:10

    Weg zur Uni

    18:15 – 18:45

    Weg nach Hause

    8:15 – 9:45

    Vorlesung 1

    19:00 – 19:30

    Kochen und Essen

    10:00 – 11:30

    Vorlesung 2

    19:30 – 20:30

    Freundin

    11:30 – 12:20

    Mittag

    21:00 – 1:00

    Arbeit

    13:30 – 15:00

    Vorlesung 3

    Vorlesung 4 hat nur Priorität C. Wir delegieren diese Vorlesung und bitten einen Kommilitonen für uns mit zu schreiben. Zusätzlich nutzen wir Synergieeffekte. Das Essen in der Mensa kann z.B. zum Besprechen von Gruppenarbeiten etc. genutzt werden wodurch die übrige Zeit der Mittagspause jetzt effektiv genutzt werden kann. Ähnlich verfahren wir mit dem privaten Plan. Aus dem gestressten Einkaufen im Supermarkt wird so eine Paaraktivität und auch die Zeit des Kochens ist damit sinnvoll genutzt. Nun unser neuer Zeitplan:

8:15 – 9:45

Vorlesung 1

10:00 -11:30

Vorlesung 2

11:30

Meeting und Essen mit x (Referat besprechen). Danach Bibliothek und Referat vorbereiten

13:30 – 15:00

Vorlesung 3

15:00 – 16:30

Referat ausarbeiten

17:00

Treffen mit y (gemeinsam einkaufen, kochen, essen)

21:00

Arbeit

  1. Zeitmanagement vs. Studiumsstruktur

    Auch wenn Zeitmanagement im Studium durchaus nötig ist, hat es auch Nachteile und Grenzen.

    5.1 Nachteile

    Der wichtigste Nachteil meines Erachtens nach ist der Umstand, dass die Zeit des Studiums gerade für jüngere Studenten auch eine Zeit des persönlichen Reifeprozesses ist. Im Hinblick hierauf kann manche C-Priorität zur A-Priorität aufsteigen. Auch würden studentische kulturelle Aktivitäten wohl meist dem Rotstift des Zeitmanagements zum Opfer fallen, da die Teilnahme an einem Theaterstück einem BWL-Studenten z.B für seine Notenbilanz nichts bringt und damit wohl an andere „delegiert“ wird.

    Bei aller Frage der Effizienz muss die Zeit des Studiums auch Platz für ineffiziente Tätigkeiten haben.

    5.2. Grenzen & Lösungen

    Zerrissene Stundenpläne, fehlende PC Arbeitsplätze, zu wenige Spinde und dergleichen, lassen sinnvolles Zeitmanagement manchmal an seine Grenzen stoßen. Hinzu kommt die Anwesenheitspflicht, die einer Veranstaltung unabhängig von ihrer wirklichen Priorität automatisch eine A-Priorität zuweist. Hier stößt Zeitmanagement an eine natürliche Grenze. Es ist nicht möglich diese Veranstaltung zu delegieren oder nicht teil zu nehmen und im schlimmsten Fall – wenn man nur wegen dieser einen Veranstaltung in die Hochschule muss – verliert man nicht nur 90 Minuten Zeit die effektiver genutzt werden könnte sondern noch zusätzlich die Zeit, die man für den Weg benötigt.

    Eine möglich Lösungen um die Effektivität im Studium hier zu erhöhen wären zum Beispiel gestreamte Vorlesungen zu denen sich ein Student auf der Webseite der Hochschule einloggt.

    So könnte man von zuhause aus an einer Vorlesung teilnehmen und müsste die Arbeit an einer Hausarbeit dazu nur für die Dauer der Vorlesung unterbrechen.

    Ein weiterer Vorteil dieses Systems wäre die Arbeitsplatzsituation. In den meisten Büchern über Selbst- und Zeitmanagement werden viele Seiten dem idealen Arbeitsplatz gewidmet. Im Falle eines Studenten ist dies der heimische Schreibtisch. Dieser lässt sich aber nicht ohne weiteres in die Hochschule transportieren. Mobile Rechnerlösungen setzen finanzielle Mittel voraus die nicht jedem Studenten offen stehen. Und immer die benötigten Bücher und Unterlagen mit sich zu führen ist ebenfalls meist aufgrund der schieren Menge unmöglich. Um also möglichst zusammenhängende Arbeitszeiten am heimischen Schreibtisch schaffen zu können sind viele Studenten gezwungen Kurse nicht nach Interessen oder ihrem Nutzen zu wählen, sondern nur danach, wann die Kurse stattfinden. Dies verringert die Motivation und damit auch die Effektivität.

    Eine weitere Möglichkeit, die sich besonders in Fächern anbietet die vom regen Austausch zwischen den Studenten und den Lehrbeauftragten leben, wäre die Aufteilung der Studenten in Gruppen, wobei nicht jede Gruppe jede Woche die Vorlesung besucht. Durch die verkleinerte Zahl an Studierenden in der Vorlesung wird die Effektivität der Lehrveranstaltung gesteigert und gleichzeitig ein Zeitgewinn für den einzelnen Studenten erreicht.

  2. Persönliche Erfahrung

    Die Möglichkeiten sein Studium effektiv zu gestalten sind mannigfaltig und oftmals macht eine Umstrukturierung der eigenen Arbeitsweisen Sinn. Dazu lassen sich viele Techniken des Zeitmanagements in herunter gebrochener Form im Studium anwenden.

    Für mich haben sich drei Techniken/Regeln als unglaublich effektiv herausgestellt:

  • Prioritäten setzen (und das inzwischen tatsächlich nach der ABC-Methode).

  • Ziele IMMER schriftlich fixieren.

  • Raum für Unvorhergesehenes lassen

Der Effekt ist, dass ich zielstrebiger arbeiten kann und dabei nicht mehr ständig von unvorhergesehenen Ereignissen aus meinem Eigenen Zeitplan katapultiert werde. Zudem helfen mir die klar formulierten Ziele dabei Prioritäten zu setzen und zu entscheiden was wirklich wichtig ist.

  1. Quellenverzeichnis

    Bildnachweise

    Abbildung 1: http://www.teachsam.de/arb/zeitmanagement/zeitmanag_2_3_4.htm

    Abbildung 2: Seiwert Lothar J, Selbstmanagement: Persönlicher Erfolg, Zielbewusstsein, Zukunftsgestaltung, Seite 35

    Literarische Quellen

    Allen Davis, Wie ich die Dinge geregelt kriege, Piper Verlag GmbH, München 2002

    Becker Helmut L., Selbstmanagement, Sinnvoller leben – erfolgreicher arbeiten, expert verlag, Renningen-Malmsheim 1996

    Dadder Rudolf, Anleitung zum Selbstmanagement, Bertuch Verlag, Weimar 2006

    Großmann Alexander, Effektives Selbstmanagement, GABAL (Edition Erfolg), Offenbach 2000

    Hindle Tim, Zeitmanagement, Kindersley Verlag, München 2001

    Hobmair et alt., Pädagogik, Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2003

    Hobmair et alt., Psychologie, Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2003

    Schröder Jörg-Peter, Selbstmanagement, GABAL, Offenbach 2005

    Scott Martin, Zeitgewinn durch Selbstmanagement, 2 Auflage, Campus, Frankfurt am Main 2001

    Seiwert Lothar J.,Selbstmanagement: Persönlicher Erfolg, Zielbewusstsein, Zukunftsgestaltung, 9. Auflage, GABAL, Offenbach 2000

    Simon Ray, Wer wagt gewinnt, Ueberreuther, Frankfurt 2001

    Kitzmann Arnold, Persönliche Arbeitstechniken und Zeitmanagement, expert verlag, Renningen-Malmsheim 1994

    Weiling Ludger, So machen sie mehr aus Ihrer Zeit, Herder, Freuburg 1998

    Internetquellen

    http://www.teachsam.de/

    http://de.wikipedia.org/

1http://de.wikipedia.org/wiki/Zeit

2http://www.teachsam.de/arb/zeitmanagement/zeitmanag_2_3_4.htm  


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