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Gedanken zur Zeit

Gedanken zur Zeit

Exzerpt des 1. Kapitels (Seite 9 – 15) aus

So machen Sie mehr aus Ihrer Zeit“

von Ludger Weilinger

1.Aufl. Herder Verlag, Freiburg

ISBN 3-451-213842

Standort: QP 410 W 422+1

Exzerpiert am 13.09.2011

Erstellt an der

Hochschule Regensburg

Fakultät angewandte Sozialwissenschaften

Lehrveranstaltung: Selbstmanagement

Aufgabensteller: Prof. Dr. phil. Johann Weigert

Vorgelegt von

Sebastian Brenner

 Matrikelnummer: XXXXXX

Semester: 2. Fachsemester


Regensburg, den 15.09.11

Inhaltsverzeichnis

1.

Falsche Vorstellungen verhindern erfolgreiches Handeln

3

2.

Die Zeit, eine besondere Größe

3

3.

Zeitphilosophie

4

4.

Wert der Zeit

4

5.

Quellenverzeichnis

5

6.

Ehrenwörtliche Erklärung

6

  1. Falsche Vorstellungen verhindern erfolgreiches Handeln

    Oft reicht es aus eine Frage umzudrehen um zu einem vollkommen anderem Ergebnis und dadurch zu einem anderen Verhalten zu kommen. So kann bei der Zeitplanung die Fragestellung Was kann ich alles im voraus Planen zu vielen antworten führen und es uns Ermöglichen langfristig und im voraus zu planen und zu arbeiten. Die Fragestellung, was man alles nicht vorhersehen könne, gibt auch viele antworten, hemmt uns aber in Planung und handeln. Falsche Vorstellungen verhindern also Erfolgreiches Handeln

    Hier helfen keine Tricks und Tipps! Wirksam ist nur das Erkennen und Ändern falscher Vorstellungen. Also müssen zunächst einmal falsche Vorstellungen erkannt und beseitigt werden.1 Die Änderung des Blickwinkels – wie oben beschrieben – kann hier helfen.

  2. Die Zeit, eine besondere Größe

    Zeit ist nicht gleich Zeit. Sie wird subjektiv wahrgenommen und gefühlt. Uhren machen die zeit zwar messbar, jedoch ist der Eindruck von der Länge einer Stunde nicht immer gleich. Auf der Webseite http://www.wasistzeit.de findet sich hierzu folgendes Zitat (Autor: unbekannt):

    Um den Wert eines Jahres zu erfahren, frage einen Studenten, der im Schlußexamen (sic!) durchgefallen ist. Um den Wert eines Monats zu erfahren, frage eine Mutter, die ein Kind zu früh zur Welt gebracht hat. Um den Wert einer Woche zu erfahren, frage den Herausgeber einer Wochenzeitschrift. Um den Wert einer Stunde zu erfahren, frage die Verlobten, die darauf warten, sich zu sehen. Um den Wert einer Minute zu erfahren, frage jemanden, der seinen Zug, seinen Bus oder seinen Flug verpaßt hat. Um den Wert einer Sekunde zu erfahren, frage jemanden, der einen Unfall erlebt hat. Um den Wert einer Millisekunde zu erfahren, frage jemanden, derbei den Olympischen Spielen eine Silbermedaille gewonnen hat.“2

    Das Zeit nicht vermehrbar sei ist eine weitere Eigenschaft die der Zeit zugeschrieben wird, jedoch kann man sich durch verschiedene Maßnahmen durchaus einen „Vorrat“ an Zeit anlegen. Auch die Aussage man habe für etwas keine Zeit ist so nicht richtig.

    Die Menschen haben fast immer Zeit für Dinge, Tätigkeiten, Menschen etc., die ihnen enorm wichtig sind, von denen sie sich den größten „Profit“ versprechen. Wenn ein Mensch im Moment keine Zeit für etwas hat, dann hat er diese Zeit für etwas anderes, das er nach seiner Meinung tun sollte bzw. tun muß und dm er in diesem Moment bewußt (sic!) oder unbewußt (sic!) den „Vorrang“ gibt.“3

  3. Zeitphilosophie

    Die Frage nach dem Wesen der Zeit ist ein Teil unserer Lebensphilosophie. Fragen wie die nach dem Sinn verwendeter Zeit, nach dem Wesentlichen und Richtigem werden nicht durch Nach-denken sondern nur durch nachdenken beantwortet. Die Beschäftigung ist wichtig um um letztlich die richtigen Entscheidungen zu treffen.

  4. Wert der Zeit

    Über den Wert der Zeit machten sich die Menschen seit jeher Gedanken. Lucius Annaeus Seneca, genannt Seneca der Jüngere behandelt das Thema in den Epistulae morales ad Lucilium, einer Sammlung von 124 Briefen an Lucilius über die Ethik/Moral. Er vergleicht dabei die Zeit mit dem Vermögen eines Mannes. Mann sollt über Verluste Bescheid wissen und nicht erst dann zu sparen beginnen, wenn der Mangel bereits spürbar ist. Letztlich ist der Wert der Zeit über dem Wert von geld und Vermögen anzusiedeln.

  5. Quellenverzeichnis

    Literarische Quellen

    Weilinger, Ludger, „So machen sie mehr aus Ihrer Zeit“ Herder Verlag, Freiburg 1989

1Weilinger, Ludger, „So machen sie mehr aus Ihrer Zeit“ Herder Verlag, Freiburg 1989, Seite 9

2http://www.wasistzeit.de/zeitzitate/a1.htm

3Weilinger, Ludger, „So machen sie mehr aus Ihrer Zeit“ Herder Verlag, Freiburg 1989, Seite 11/12


Zeitmanagement im Studium

Zeitmanagement im Studium

Erstellt an der

Hochschule Regensburg

Fakultät angewandte Sozialwissenschaften

Lehrveranstaltung: Selbstmanagement

Aufgabensteller: Prof. Dr. phil. Johann Weigert

Vorgelegt von

Sebastian Brenner

Matrikelnummer: XXXXXX

Semester: 2. Fachsemester

Regensburg, den 15.09.11

Inhaltsverzeichnis

1.

Vorwort

3

2.

Was ist Zeit

4

3.

Das Pareto-Prinzip

5

3.1. Prioritätensetzung nach ABC-Analyse

6

4.

Zeitmanagement an einem Beispieltag

7

5.

Zeitmanagement vs. Studiumsstruktur

9

5.1. Nachteile

9

5.2. Grenzen und Lösungen

9

6.

Persönliche Erfahrung

11

7.

Quellenverzeichnis

12

8.

Ehrenwörtliche Erklärung

13

  1. Vorwort

    Der Kurs Selbstmanagement war bereits beendet, als mir auffiel, dass ich noch kein Thema für die Hausarbeit in selbigem Fach hatte. Die Möglichkeit um diesen Arbeitsaufwand durch das einfache Halten eines Referates herum zu kommen, hatte ich natürlich versäumt (bzw. mich einfach nicht zur rechten Zeit darum gekümmert) und so blieb mir nichts anderes übrig, als die Sprechstunde meines Professors aufzusuchen und um ein Thema zu bitten.

    Über die Frage, wo ich den meine größten Schwächen im Bereich des Selbstmanagements sehen würde, war ich erstaunt und noch mehr darüber, dass das Wort Zeitmanagement mir in Rekordzeit über die Lippen kam.

    Mein Professor meinte daraufhin – und ich bin mir sicher in diesem Moment ein wissendes Lächeln, vielleicht sogar ein Grinsen auf seinem Gesicht gesehen zu haben – „na gut, dann schreiben sie über Zeitmanagement im Studium“.

    Die nächsten Wochen verbrachte ich mit der Lektüre von Büchern mit Titeln wie „Wie ich die Dinge geregelt kriege“, „Zeitgewinn durch Selbstmanagement“ oder „Zeitmanagement – Basiswissen fit im Job“.

    Doch so wie die Lektüre der Bibel allein aus niemandem einen guten Menschen schafft, erreichte auch die Lektüre von Fachliteratur rund um das Thema Selbst- und Zeitmanagement nicht, dass die Entstehung dieser Arbeit nicht auf die letzte Minute abgeschlossen wurde.

    Ein Grund hierfür könnte sein, dass die meisten Bücher sich doch eher mit den Terminplanern von Managern und Firmenchefs beschäftigen. Die Systeme sind durchwegs sinnvoll und praktikabel, jedoch auf meine Persönliche Lebenssituation als Student angewandt, erscheint es wie der berühmte Schuss mit der Kanone auf den Spatzen.

    Allerdings fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt unter Zeitdruck oder gestresst.

  2. Was ist Zeit

    Wer etwas besser im Griff haben will sollte darüber ein wenig Bescheid wissen. Das gilt auch für die Zeit. Aber was ist Zeit? Nach einer kurzen oberflächliche Recherche im Internet wissen wir:

    Die Zeit ist eine physikalische Größenart. Das Formelzeichen der Zeit ist t, ihre SI-Einheit ist die Sekunde s. Sie ist ein „von Menschen geschaffenes Konstrukt“, ebenso wie etwa Länge, Masse und Gewicht.

    [...] Für die physikalischen, die Bio- und Humanwissenschaften ist die Zeit ein zentraler, auch messtechnisch erfassbarer Parameter[...]. Die Psychologie untersucht die Zeitwahrnehmung und das Zeitgefühl. Die Ökonomie betrachtet Zeit auch als Wertgegenstand.1

    Für das Zeitmanagement (auch im Studium) sind von diesen Definitionen und Betrachtungsweisen mehrere wichtig und gültig. z.B. die Messbarkeit, aber auch die Zeit als Wertgegenstand und die Zeitwahrnehmung.

    Gerade im Studium treffen wir oft Entscheidungen die unsere Leben langfristig beeinflussen (z.B. die Auswahl einer Praktikumsstelle oder die Wahl des Vertiefungsgebietes), müssen Prioritäten setzen (Hausarbeit bearbeiten oder doch lieber zum Tutorium) und sind trotz aller Freiheit in einem starren Zeitplan (Vorlesungszeiten, Öffnungszeiten der Bibliothek, Belegzeiten der ZIP-Pool-Rechner etc.) gefangen.

    Ein sinnvolles Zeitmanagement kann uns helfen, den Wirkungsgrad unserer Zeit, sozusagen ihren Wert, zu erhöhen.

  3. Das Pareto-Prinzip

    Der italienische Soziologe und Ökonom Vilfredo Frederico Pareto (1848-1923) erkannte zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dass 20 Prozent der italienischen Familien über rund 80 Prozent des Volksvermögens verfügten. 

    Abbildung 1: Grafische Darstellung des Pareto-Prinzips

    Diese Gesetzmäßigkeit ist in der Folge auch auf andere Lebensbereiche übertragen worden und hat auf diesem Weg auch Eingang in das Arbeits- und Zeitmanagementgefunden. Im Allgemeinen wird diese Gesetzmäßigkeit als Pareto-Prinzip, Pareto-Formel, 80/20-Regel oder 80/20-Prinzip bezeichnet.“2

    Abbildung 2: Grafische Darstellung de ABC-Analyse

    Auf das Zeitmanagement angewandt, besagt das Pareto-Prinzip, dass 20% der Zeit 80% Prozent der Ergebnisse bringen und umgekehrt. Basierend auf dem Pareto-Prinzip lässt sich auch eine Prioritätensetzung durchführen. Die sogenannte „Prioritätensetzung durch ABC-Analyse“

    Auf das Studium angewandt würde das bedeuten, dass nur 35% der zur Verfügung gestellten Informationen in Vorlesungen relevant sind um 85% der Fragen einer Klausur zu beantworten. Selbiges gilt für den Arbeitsaufwand bei Referaten oder Hausarbeiten. Funktionierendes Zeitmanagement ist also auch eine Frage der richtigen Prioritätensetzung.

    3.1. Prioritätensetzung nach ABC Analyse

    Um bei seinen Aufgaben, Tätigkeiten, Arbeiten nach der ABC-Analyse Prioritäten zu setzen helfen verschiedene Fragestellungen:

  • Mit welcher Aufgabe kann ich gleich mehrere Ziele erreichen.

  • Welche Aufgabe ist für mein Fortkommen am wichtigsten

  • Bei welcher Aufgabe habe ich besonders hohe Erfolgsaussichten

  • etc.

Im Studium könnten dies Kurse sein, bei denen mit einmaligem Arbeitsaufwand 2 Leistungsnachweise abgelegt werden können (z.B. Rechtlicher Konflikt im Kurzfilm / 2. Leistungsnachweis Recht) oder Referate über prüfungsrelevante Themen. Auch die Klausurvorbereitung bei Klausuren mit eingeschränktem Stoffgebiet gehört zur Gruppe A.

Aufgaben mit Priorität B wäre die Prüfungsvorbereitung bei Klausuren ohne eingeschränktem Stoffgebiet oder Referate ohne Klausurbezug. Auch Arbeiten mit Zulassungscharakter, deren Note nicht in die Prüfungsleistung einfließt sind eher Aufgaben der B-Priorität.

Die Lektüre von Zusatzliteratur – besonders wenn diese nicht wirklich prüfungs- relevant ist – gehört zur Gruppe-C und sollte nach Möglichkeit delegiert werden. Dies kann auch für den ein oder anderen Vorlesungsbesuch gelten.

  1. Zeitmanagement an einem Beispieltag

    Literatur zum Thema Zeitmanagement richtet sich meist an Arbeitnehmer in mittlerer oder gehobener Position, die „Wissensarbeit“ leisten. Ein Studium ist jedoch ein Phase der Ausbildung, also des wissenschaftliche Lernens und Forschens an einer Hochschule oder Universität.

    Was den Ausbildungsabschnitt Studium von vorhergehenden Ausbildungsabschnitten unterscheidet, ist die gesteigerte Verantwortung auf Seiten des Studierenden. Studenten teilen sich ihre Arbeitszeit zwar nicht frei ein, da Vorlesung, Bibliotheksöffnungszeiten usw. mehr als einen zeitlichen Rahmen vorgeben in dem der Student sich zu bewegen hat, jedoch müssen Gruppenarbeiten, Hausarbeiten und nicht selten ein Nebenjob zu Studiumsfinanzierung um die vorgegebenen Zeiten herum gebaut werden. Hinzu kommt noch ein Privatleben.

    Um angewandtes Zeitmanagement zu verdeutlichen, betrachten wir einen fiktiven realistischen Tag eines Studenten.

    Auf seinem Stundenplan stehen an diesem Tag 4 Vorlesungen. Die To-Do Liste enthält eine Referat in Zusammenarbeit mit einem anderen Studenten. Der wöchentliche Einkauf ist zu erledigen und ab 21:00 Uhr arbeitet unser Student als Barkeeper.

    6:10

    Aufstehen

    15:15 -16:45

    Vorlesung 4

    6:10 – 6:40

    Duschen, rasieren, etc.

    16:45 – 17:30

    Referat

    6:40 – 7:10

    Frühstücken

    17:45 – 18:15

    Einkaufen

    7:10 – 8:10

    Weg zur Uni

    18:15 – 18:45

    Weg nach Hause

    8:15 – 9:45

    Vorlesung 1

    19:00 – 19:30

    Kochen und Essen

    10:00 – 11:30

    Vorlesung 2

    19:30 – 20:30

    Freundin

    11:30 – 12:20

    Mittag

    21:00 – 1:00

    Arbeit

    13:30 – 15:00

    Vorlesung 3

    Erschwerend hinzu kommt, das er sich auch fest vorgenommen hat zumindest 2 Stunden an diesem Tag mit seiner Freundin zu verbringen Der ganze Tag ist verplant und der Tagesplan enthält keinerlei Raum für unvorhergesehenes. Schon ein verspäteter Bus bringt den ganzen Tag durcheinander und ob die geplante Zeit um das Referat vorzubereiten ausreicht ist ebenfalls fraglich. Hektik und Stress sind die Folge.

    Nun wenden wir die ABC-Analyse auf den Tagesplan an, wobei auch die privaten Ereignisse eine Priorität bekommen:

    6:10

    Aufstehen

    15:15 -16:45

    Vorlesung 4

    6:10 – 6:40

    Duschen, rasieren, etc.

    16:45 – 17:30

    Referat

    6:40 – 7:10

    Frühstücken

    17:45 – 18:15

    Einkaufen

    7:10 – 8:10

    Weg zur Uni

    18:15 – 18:45

    Weg nach Hause

    8:15 – 9:45

    Vorlesung 1

    19:00 – 19:30

    Kochen und Essen

    10:00 – 11:30

    Vorlesung 2

    19:30 – 20:30

    Freundin

    11:30 – 12:20

    Mittag

    21:00 – 1:00

    Arbeit

    13:30 – 15:00

    Vorlesung 3

    Vorlesung 4 hat nur Priorität C. Wir delegieren diese Vorlesung und bitten einen Kommilitonen für uns mit zu schreiben. Zusätzlich nutzen wir Synergieeffekte. Das Essen in der Mensa kann z.B. zum Besprechen von Gruppenarbeiten etc. genutzt werden wodurch die übrige Zeit der Mittagspause jetzt effektiv genutzt werden kann. Ähnlich verfahren wir mit dem privaten Plan. Aus dem gestressten Einkaufen im Supermarkt wird so eine Paaraktivität und auch die Zeit des Kochens ist damit sinnvoll genutzt. Nun unser neuer Zeitplan:

8:15 – 9:45

Vorlesung 1

10:00 -11:30

Vorlesung 2

11:30

Meeting und Essen mit x (Referat besprechen). Danach Bibliothek und Referat vorbereiten

13:30 – 15:00

Vorlesung 3

15:00 – 16:30

Referat ausarbeiten

17:00

Treffen mit y (gemeinsam einkaufen, kochen, essen)

21:00

Arbeit

  1. Zeitmanagement vs. Studiumsstruktur

    Auch wenn Zeitmanagement im Studium durchaus nötig ist, hat es auch Nachteile und Grenzen.

    5.1 Nachteile

    Der wichtigste Nachteil meines Erachtens nach ist der Umstand, dass die Zeit des Studiums gerade für jüngere Studenten auch eine Zeit des persönlichen Reifeprozesses ist. Im Hinblick hierauf kann manche C-Priorität zur A-Priorität aufsteigen. Auch würden studentische kulturelle Aktivitäten wohl meist dem Rotstift des Zeitmanagements zum Opfer fallen, da die Teilnahme an einem Theaterstück einem BWL-Studenten z.B für seine Notenbilanz nichts bringt und damit wohl an andere „delegiert“ wird.

    Bei aller Frage der Effizienz muss die Zeit des Studiums auch Platz für ineffiziente Tätigkeiten haben.

    5.2. Grenzen & Lösungen

    Zerrissene Stundenpläne, fehlende PC Arbeitsplätze, zu wenige Spinde und dergleichen, lassen sinnvolles Zeitmanagement manchmal an seine Grenzen stoßen. Hinzu kommt die Anwesenheitspflicht, die einer Veranstaltung unabhängig von ihrer wirklichen Priorität automatisch eine A-Priorität zuweist. Hier stößt Zeitmanagement an eine natürliche Grenze. Es ist nicht möglich diese Veranstaltung zu delegieren oder nicht teil zu nehmen und im schlimmsten Fall – wenn man nur wegen dieser einen Veranstaltung in die Hochschule muss – verliert man nicht nur 90 Minuten Zeit die effektiver genutzt werden könnte sondern noch zusätzlich die Zeit, die man für den Weg benötigt.

    Eine möglich Lösungen um die Effektivität im Studium hier zu erhöhen wären zum Beispiel gestreamte Vorlesungen zu denen sich ein Student auf der Webseite der Hochschule einloggt.

    So könnte man von zuhause aus an einer Vorlesung teilnehmen und müsste die Arbeit an einer Hausarbeit dazu nur für die Dauer der Vorlesung unterbrechen.

    Ein weiterer Vorteil dieses Systems wäre die Arbeitsplatzsituation. In den meisten Büchern über Selbst- und Zeitmanagement werden viele Seiten dem idealen Arbeitsplatz gewidmet. Im Falle eines Studenten ist dies der heimische Schreibtisch. Dieser lässt sich aber nicht ohne weiteres in die Hochschule transportieren. Mobile Rechnerlösungen setzen finanzielle Mittel voraus die nicht jedem Studenten offen stehen. Und immer die benötigten Bücher und Unterlagen mit sich zu führen ist ebenfalls meist aufgrund der schieren Menge unmöglich. Um also möglichst zusammenhängende Arbeitszeiten am heimischen Schreibtisch schaffen zu können sind viele Studenten gezwungen Kurse nicht nach Interessen oder ihrem Nutzen zu wählen, sondern nur danach, wann die Kurse stattfinden. Dies verringert die Motivation und damit auch die Effektivität.

    Eine weitere Möglichkeit, die sich besonders in Fächern anbietet die vom regen Austausch zwischen den Studenten und den Lehrbeauftragten leben, wäre die Aufteilung der Studenten in Gruppen, wobei nicht jede Gruppe jede Woche die Vorlesung besucht. Durch die verkleinerte Zahl an Studierenden in der Vorlesung wird die Effektivität der Lehrveranstaltung gesteigert und gleichzeitig ein Zeitgewinn für den einzelnen Studenten erreicht.

  2. Persönliche Erfahrung

    Die Möglichkeiten sein Studium effektiv zu gestalten sind mannigfaltig und oftmals macht eine Umstrukturierung der eigenen Arbeitsweisen Sinn. Dazu lassen sich viele Techniken des Zeitmanagements in herunter gebrochener Form im Studium anwenden.

    Für mich haben sich drei Techniken/Regeln als unglaublich effektiv herausgestellt:

  • Prioritäten setzen (und das inzwischen tatsächlich nach der ABC-Methode).

  • Ziele IMMER schriftlich fixieren.

  • Raum für Unvorhergesehenes lassen

Der Effekt ist, dass ich zielstrebiger arbeiten kann und dabei nicht mehr ständig von unvorhergesehenen Ereignissen aus meinem Eigenen Zeitplan katapultiert werde. Zudem helfen mir die klar formulierten Ziele dabei Prioritäten zu setzen und zu entscheiden was wirklich wichtig ist.

  1. Quellenverzeichnis

    Bildnachweise

    Abbildung 1: http://www.teachsam.de/arb/zeitmanagement/zeitmanag_2_3_4.htm

    Abbildung 2: Seiwert Lothar J, Selbstmanagement: Persönlicher Erfolg, Zielbewusstsein, Zukunftsgestaltung, Seite 35

    Literarische Quellen

    Allen Davis, Wie ich die Dinge geregelt kriege, Piper Verlag GmbH, München 2002

    Becker Helmut L., Selbstmanagement, Sinnvoller leben – erfolgreicher arbeiten, expert verlag, Renningen-Malmsheim 1996

    Dadder Rudolf, Anleitung zum Selbstmanagement, Bertuch Verlag, Weimar 2006

    Großmann Alexander, Effektives Selbstmanagement, GABAL (Edition Erfolg), Offenbach 2000

    Hindle Tim, Zeitmanagement, Kindersley Verlag, München 2001

    Hobmair et alt., Pädagogik, Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2003

    Hobmair et alt., Psychologie, Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2003

    Schröder Jörg-Peter, Selbstmanagement, GABAL, Offenbach 2005

    Scott Martin, Zeitgewinn durch Selbstmanagement, 2 Auflage, Campus, Frankfurt am Main 2001

    Seiwert Lothar J.,Selbstmanagement: Persönlicher Erfolg, Zielbewusstsein, Zukunftsgestaltung, 9. Auflage, GABAL, Offenbach 2000

    Simon Ray, Wer wagt gewinnt, Ueberreuther, Frankfurt 2001

    Kitzmann Arnold, Persönliche Arbeitstechniken und Zeitmanagement, expert verlag, Renningen-Malmsheim 1994

    Weiling Ludger, So machen sie mehr aus Ihrer Zeit, Herder, Freuburg 1998

    Internetquellen

    http://www.teachsam.de/

    http://de.wikipedia.org/

1http://de.wikipedia.org/wiki/Zeit

2http://www.teachsam.de/arb/zeitmanagement/zeitmanag_2_3_4.htm  


Operantes Konditionieren bei verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen

Operantes Konditionieren bei verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen – mit Augenmerk auf Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung am Beispiel eines Verstärkerplanes

Erstellt an der

Hochschule Regensburg

Fakultät angewandte Sozialwissenschaften

Lehrveranstaltung: Psychologische Grundlagen I

Aufgabensteller: Dr. Hubert Raab

Vorgelegt von

Sebastian Brenner

Matrikelnummer: XXXXXX

3. Fachsemester

&

Marina Zauner

Matrikelnummer: XXXXXX

3. Fachsemester

Regensburg, den 13.01.12

Inhaltsverzeichnis

1.

Vorwort

3

2.

Operantes Konditionieren (Die Grundlagen)

4

2.1 Lernen durch Versuch und Irrtum nach Edward Thorndike

4

2.2 Lernen durch Verstärkung nach Burrhus Frederic Skinner

6

2.3 Erkenntnisgewinn und Theorieformulierung

7

3.

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

8

3.1. ADHS-Diagnosekriterien nach ICD-10

9

4.

Praktische Anwendung von operanten Konditionieren bei verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen

12

4.1 Entwicklung eines Verstärkerplans

13

4.2 Nachteile

16

5.

Quellenverzeichnis

18



  1. Vorwort

    …und ich kann direkt ausprobieren wie und ob es auch wirklich funktioniert“

    Das war mein erster Gedanke, nachdem wir unser Thema gewählt hatten. Durch meine Tätigkeit als pädagogischer Betreuer in einer Offenen Ganztagsschule an einem sonderpädagogischen Förderzentrum habe ich täglich mit Kinder mit diagnostiziertem ADHS zu tun und Verstärkerpläne gehören zu meinem täglichen Werkzeug.

    Operantes Konditionieren kommt natürlich nicht nur bei der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen zum Einsatz, sondern auch in der täglichen Erziehungsarbeit von Eltern.

    Sowohl ich, als auch meine Mitautorin, haben das Glück bereits eigenen Kinder zu haben. Anna (1Jahr, Tochter von Marina Zauner) und Max (6 Jahre, Sohn von Sebastian Brenner) zeigen keinerlei Auffälligkeiten bezüglich Verhalten und Entwicklung. Die Wirksamkeit der von uns beschrieben Methode erleben wir aber auch in der Erziehungsarbeit mit unseren Kindern. Natürlich folgt der Verstärkerplan zuhause weniger den hier beschrieben Regeln, aber in den Grundzügen ist es das selbe.

    Ich möchte mich an dieser Stelle bei Melanie Artmeier (Diplom Sozialpädagogin und Leiterin der OGS am SPFZ Bajuwarenstraße) bedanken, die mir bei Entwicklung und Einsatz der verschiedenen Verstärkerpläne mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen zur Seite stand. Die Möglichkeit während des Studiums praktische Erfahrung in diesem Ausmaß zu sammeln ist eine Besonderheit deren Wert mir bewusst ist. Ich werde mit Sicherheit von diesen Erfahrungen in meinem späteren beruflichen Leben genauso (wenn nicht manchmal sogar mehr) profitieren wie von meiner theoretischen Ausbildung an der Hochschule.

    Im Januar 2012

    Sebastian Brenner

  2. Das operante Konditionieren

    Aufbau und Abbau von Verhalten lässt sich unter anderem mit der Lerntheorie des operanten Konditionierens erklären. Dabei werden die Auswirkungen von Verhaltenskonsequenzen auf das Verhalten untersucht.

    Die Begründer dieser Theorie sind die US-Amerikaner

    Edward Thorndike

    (1874 – 1949)

     

    &

    Burrhus Frederic Skinner

    (1904 – 1990)

     

    2.1 Lernen durch Versuch und Irrtum nach Edward Thorndike

    Versuchsaufbau und Erkenntnis

    Thorndike versuchte Ende des 19. Jahrhunderts durch Katzenexperimente herauszufinden, welche Auswirkungen Verhaltenskonsequenzen auf das Verhalten selbst haben. Ein Versuchsaufbau sah folgendermaßen aus:

    Thordike sperrte eine Katze in einen mit verschiedenen Hebeln, von denen einer einen Türöffnungsmechanismus betätigte, ausgestatteten Käfig. Es konnte beobachtet werden, das die Katze nun durch verschiedene, ungezielte Aktivitäten versuchte, aus dem Käfig zu gelangen. Wenn sie zufälligerweise den Türöffnungshebel betätigte, gelangte sie in die Freiheit. Als die gleiche Katze nun immer und immer wieder in diesen Käfig gesperrt wurde, konnte beobachtet werden, dass die Katze nach einigen Durchgängen gezielt den Hebel drückte, der ihr den Weg in die Freiheit öffnete. Die vorherigen Verhaltensweisen, die zu keinem Erfolg führten wurden nicht mehr gezeigt.

    Man bezeichnet diesen Lernprozess als Lernen durch Versuch und Irrtum. Dabei wird Verhalten, das vom Individuum als erfolgreich eingestuft wird beibehalten, Verhaltensweisen, die nicht erfolgreich sind werden mit der Zeit seltener auftauchen, bis sie gar nicht mehr gezeigt werden.

    Vorraussetzungen für das Lernen durch Versuch und Irrtum

    Gesetz der Bereitschaft (law of readiness)

    Nur wenn das Individuum ein Bedürfnis danach hat, einen positiven Zustand herzustellen oder aufrecht zu erhalten, beziehungsweise einen negativen Zustand beenden, beseitigen oder vermeiden will, existiert überhaupt eine Bereitschaft, zu lernen.1

    Effektgesetz (law of effect)

    Grundsätzlich werden auf Dauer nur die Verhaltensweisen wiederholt und vermehrt gezeigt, die eine Befriedigung des Organismus nach sich ziehen. Verhalten, ohne befriedigende Konsequenz wird nicht mehr auftreten. Die Folgerung daraus ist, dass die Verhaltenskonsequenz Einfluss auf die Auftretenswahrscheinlichkeit von bestimmten Verhalten hat.2

    Frequenzgesetz (law of exercise)

    Nur durch häufiges üben und wiederholen wird das zum Erfolg führende Verhalten erlernt. Mangelnde Übung beziehungsweise Wiederholung begünstigt den Abbau und das Verlernen des Verhaltens. 3

    2.2 Lernen durch Verstärkung nach Burrhus Frederic Skinner

    Grundannahmen und Versuchsaufbau

    Grundlagen für die Forschungsarbeit von Skinner war das Effektgesetz von Edward Thorndike (siehe Seite 4 und 5), welches er genauer untersuchte und weiterentwickelte.

    Skinner war, wie Thorndike ca. 50 Jahre vor ihm auch, der Meinung, dass Verhalten, auf das eine Konsequenz folgt, dieses beeinflusst. Skinner vertrat die Ansicht, dass für die wissenschaftliche Psychologie nur objektiv beobachtbare Reize und die daraus resultierenden Konsequenzen relevant sind. Kognitive Komponenten, wie Gefühle, Gedanken oder sonstige Motive, die Einfluss auf das Lernen haben könnten werden als unwissenschaftlich betrachtet.

    Skinners bekanntester Versuch fand in der sogenannten Skinnerbox mit Ratten statt. Dies war ein Drahtkäfig, dessen Boden man unter Strom setzen konnte und in dem sich nur ein Futterspender und ein Hebel befand. Skinner arbeitete pro Versuchsreihe mit drei verschiedenen Ratten, für die eine jeweils spezifische Versuchssituation in dem Käfig geschaffen wurde Die Skinnerbox ließ sich so umbauen, dass es drei mögliche Konsequenzen für das Hebeldrücken der jeweiligen Ratte gab:

    Ratte 1 aktiviert durch Hebeldrücken Futterspender im Käfig

    Ratte 2, deren Käfigboden unter Strom stand, konnte durch Hebeldrücken den Strom abschalten

    Ratte 3 erhielt als Konsequenz auf das drücken des Hebels einen Stromschlag4

    Versuchsablauf und Interpretation

    Anfangs erkundeten die Ratten ihre Umgebung im Käfig und betätigten dabei irgendwann den Hebel. Je nach Ratte und Versuchsaufbau folgte dadurch eine der oben genannten Konsequenzen für das Tier. Durch mehrmaliges wiederholen des Versuches lernten die Ratten den Zusammenhang zwischen ihrem Verhalten und den Konsequenzen:

    Skinner konnte beobachten, wie Ratte 1 und 2 nach einigen Versuchen immer wieder gezielt den Hebel betätigten, während Ratte 3 dieses Verhalten nicht zeigte.

    Die Tiere haben gelernt, durch ihr Verhalten negative Konsequenzen zu vermeiden, beziehungsweise angenehme herbeizuführen. 5

    2.3 Erkenntnisgewinn und Theorieformulierung

    Verstärkung

    Daraufhin formulierte Skinner das Prinzip der Verstärkung, welches besagt, dass Verstärkung der Prozess ist, der dazu führt, dass spontan gezeigte Verhaltensweisen vermehrt auftreten.

    Dabei unterscheidet er zwischen positiver Verstärkung und negativer Verstärkung:

    Positiver Verstärkung ist der Prozess, der dazu führt, dass ein Verhalten häufiger gezeigt wird, weil durch dieses angenehme Konsequenzen herbeigeführt oder aufrechterhalten werden können.

    Negative Verstärkung ist der Prozess, der dazu führt, dass ein Verhalten häufiger gezeigt wird, weil durch dieses unangenehme Konsequenzen verringert, vermieden oder beendet werden können.6

    Verstärker

    Während Verstärkung den Prozess meint, der dazu führt, dass Verhalten häufiger auftritt, sind Verstärker diejenigen Verhaltenskonsequenzen, die die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens erhöhen.

    Äquivalent zu der Verstärkung gibt es auch hier positive und negative Verstärker:

    Alle Konsequenzen, die dazu führen, dass sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, das ein Verhalten häufiger gezeigt wird, weil dadurch ein angenehmer Zustand aufrechterhalten oder herbeigeführt werden kann, nennt man positive Verstärker.

    Alle Konsequenzen, die dazu führen, dass sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, das ein Verhalten häufiger gezeigt wird, weil dadurch ein unangenehmer Zustand vermindert, beseitigt oder vermieden werden kann, nennt man negative Verstärker.7

    Löschung von Verhalten

    Skinner fand durch andere Experimente außerdem heraus, dass bei einem plötzlichen Ausfall von bisheriger Verstärkung eines bestimmten Verhaltens bei einem Versuchstier dazu führte, dass die Häufigkeit des Verhaltens abnahm, bis dieses nur noch rein zufällig auftrat. Diesen Prozess bezeichnet man als Extinktion.8

  1. Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

    ADHS wird in den Medien oft als Volkskrankheit bezeichnet. So liefert alleine die Suche bei Focus online 255 Treffer9 zum Thema ADHS. Nicht wenige dieser Artikel sind (neben den das sie schlecht recherchiert sind und reißerisch aufgemacht) unwissenschaftlich und geben gefährliches Halbwissen an Eltern und Betroffene. Die Diagnose von ADHS ist auch bei der Anwendung der Diagnosekriterien des ICD-10 oder der Diagnosestellung nach DSM-IV nicht einfach.

    Ein Kind, das weint, ist traurig. Der Grund für die Traurigkeit ist nicht zu erfassen, wenn man das Kind nicht fragt oder gut kennt. Ganz ähnlich ist es mit ADHS auch – ein Kind, das unruhig ist, kann viele Gründe dafür haben. Welche Bedeutung ich als Mutter, Vater oder Therapeut diesen Zeichen gebe, ist noch einmal eine ganz andere Frage.10

    Laut ICD-10 ist ADHS charakterisiert durch einen frühen Beginn, meist in den ersten fünf Lebensjahren, einen Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die kognitiven Einsatz verlangen, und eine Tendenz, von einer Tätigkeit zu einer anderen zu wechseln, ohne etwas zu Ende zu bringen; hinzu kommt eine desorganisierte, mangelhaft regulierte und überschießende Aktivität. Verschiedene andere Auffälligkeiten können zusätzlich vorliegen. Hyperkinetische Kinder sind oft achtlos und impulsiv, neigen zu Unfällen und werden oft bestraft, weil sie eher aus Unachtsamkeit als vorsätzlich Regeln verletzen. Ihre Beziehung zu Erwachsenen ist oft von einer Distanzstörung und einem Mangel an normaler Vorsicht und Zurückhaltung geprägt. Bei anderen Kindern sind sie unbeliebt und können isoliert sein. Beeinträchtigung kognitiver Funktionen ist häufig, spezifische Verzögerungen der motorischen und sprachlichen Entwicklung kommen überproportional oft vor. Sekundäre Komplikationen sind dissoziales Verhalten und niedriges Selbstwertgefühl.“11

    3.1. ADHS-Diagnosekriterien nach ICD-1012

    Dunja Voos fasst in ihrem Artikel „ADHS-Diagnosekriterien nach ICD-10“ die Kriterien wie folgt zusammen:

    Die Kernsymptome sind:

    eine Störung der Aufmerksamkeit mit einem Mangel an Ausdauer die Unfähigkeit, stillsitzen zu können und die Impulsivität, bei der die Betroffenen motorisch oder verbal überreagieren. Die Symptome treten vor dem 7. Lebensjahr auf, bestehen länger als 6 Monate und kommen in mehreren Situationen vor.

    Die ICD-10 unterscheidet Forschungskriterien und klinische Kriterien. Die klinischen Kriterien beschränken sich darauf, dass Hyperaktivität/Impulsivität und eine Aufmerksamkeitsstörung in ausgeprägter Form vorliegen müssen.

    Gemäß den Forschungskriterien müssen im Einzelnen

  • wenigstens sechs der neun Symptome von Unaufmerksamkeit (G1),

  • drei der vier Symptome von Überaktivität (G2) und

  • eins der vier Symptome von Impulsivität (G3) vorliegen.

Zusätzliche Voraussetzung für eine Klassifikation als Störung ist erkennbares Leiden oder eine Beeinträchtigung der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsfähigkeit.

G1. Unaufmerksamkeit:

Es bestehen mindestens sechs Monate lang mindestens sechs der folgenden Symptome von Unaufmerksamkeit in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und unangemessenen Ausmaß.

Die Kinder

  • sind häufig unaufmerksam gegenüber Details oder machen Sorgfaltsfehler bei den Schularbeiten und sonstigen Arbeiten und Aktivitäten

  • sind häufig nicht in der Lage, die Aufmerksamkeit bei Aufgaben und beim Spielen aufrechtzuerhalten

  • hören häufig scheinbar nicht, was ihnen gesagt wird

  • können oft Erklärungen nicht folgen oder ihre Schularbeiten, Aufgaben oder Pflichten am Arbeitsplatz nicht erfüllen (nicht wegen oppositionellen Verhaltens oder weil die Erklärungen nicht verstanden werden)

  • sind häufig beeinträchtigt, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren

  • vermeiden häufig ungeliebte Arbeiten, wie Hausaufgaben, die geistiges Durchhaltevermögen erfordern

  • verlieren häufig Gegenstände, die für bestimmte Aufgaben wichtig sind, z. B. für Schularbeiten, Bleistifte, Bücher, Spielsachen und Werkzeuge

  • werden häufig von externen Stimuli abgelenkt

  • sind im Verlauf der alltäglichen Aktivitäten oft vergesslich.

G2. Überaktivität:

Es bestehen mindestens sechs Monate lang mindestens drei der folgenden Symptome von Überaktivität in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und unangemessenen Ausmaß.

Die Kinder

  • fuchteln häufig mit Händen und Füßen oder winden sich auf den Sitzen

  • verlassen ihren Platz im Klassenraum oder in anderen Situationen, in denen Sitzenbleiben erwartet wird

  • laufen häufig herum oder klettern exzessiv in Situationen, in denen dies unpassend ist (bei Jugendlichen und Erwachsenen entspricht dem nur ein Unruhegefühl)

  • sind häufig unnötig laut beim Spielen oder haben Schwierigkeiten bei leisen Freizeitbeschäftigungen

  • zeigen ein anhaltendes Muster exzessiver motorischer Aktivitäten, die durch den sozialen Kontext oder Verbote nicht durchgreifend beeinflussbar sind.

G3. Impulsivität:

Es bestehen mindestens sechs Monate lang mindestens eins der folgenden Symptome von Impulsivität in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und unangemessenen Ausmaß.

Die Kinder

  • platzen häufig mit der Antwort heraus, bevor die Frage beendet ist

  • können häufig nicht in einer Reihe warten oder warten, bis sie bei Spielen oder in Gruppensituationen an die Reihe kommen

  • unterbrechen und stören andere häufig (z. B. mischen sie sich ins Gespräch oder Spiel anderer ein)

  • reden häufig exzessiv ohne angemessen auf soziale Beschränkungen zu reagieren.

G4. Beginn der Störung vor dem siebten Lebensjahr

G5. Symptomausprägung:

Die Kriterien sollen in mehr als einer Situation erfüllt sein, z. B. sollte die Kombination von Unaufmerksamkeit und Überaktivität sowohl zu Hause als auch in der Schule bestehen oder in der Schule und an einem anderen Ort, wo die Kinder beobachtet werden können, z. B. in der Klinik. (Der Nachweis situationsübergreifender Symptome erfordert normalerweise Informationen aus mehr als einer Quelle. Elternberichte über das Verhalten im Klassenraum sind meist unzureichend.)

G6:

Die Symptome von G1 bis G3 verursachen deutliches Leiden oder Beeinträchtigung der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsfähigkeit.

G7:

Die Störung erfüllt nicht die Kriterien für

  • eine tiefgreifende Entwicklungsstörung (F84.-),

  • eine manische Episode (F30.-),

  • eine depressive Episode (F32.-) oder

  • eine Angststörung (F41.-).

  1. Praktische Anwendung von operantem Konditionieren bei verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen

    Kinder und Jugendliche mit ADHS stehen durch ihr auffälliges Verhalten besonders im Schulischen Kontext oft im Mittelpunkt. Sind mehrere Kinder mit ADHS in einer Gruppe, so ist der Kampf um die Aufmerksamkeit groß. Daraus resultiert oft, dass die Kinder sich noch unruhiger verhalten und ihre Distanzlosigkeit zunimmt. Eine Ermahnung führt nicht zu einer Verbesserung, da die Konsequenz aus dem Fehlverhalten Aufmerksamkeit bedeutet. Nach Thorndikes Effektgesetz13 wird das Verhalten trotz Ermahnung oder vielleicht sogar Strafe weiter gezeigt, da die Aufmerksamkeit eine für das Kind befriedigende Konsequenz darstellt.

    Somit ist es oftmals besser negatives Verhalten zu ignorieren, denn für die Kinder mit ADHS ist „das ständige Nörgeln und die Kritik an ihnen immerhin besser als gar nichts („I’d rather have bad publicity than no publicitiy at all“).“14

    Um tatsächlich erfolgreich das Verhalten zu ändern, reicht Ignorieren von unerwünschtem Verhalten natürlich nicht aus. Zusätzlich muss das erwünschte Verhalten verstärkt und das Positive Modell benannt werden.

    Dies sollte jedoch nicht willkürlich erfolgen, sonder gezielt, am besten nach einem vorher klar definierten Verstärkerplan.

    4.1 Entwicklung eines Verstärkerplans

    Laut Egger-Agbonlahor erfolgt die Entwicklung eines Verstärkerplans in 7 Schritten. Diese sind im einzelnen:

  • Wahl des Problemverhaltens, dass verändert werden soll

  • Möglichst genaue Beschreibung des Problemverhaltens

  • Positive Beschreibung des Verhaltens auf dem Verstärkerplan

  • Auswahl unmittelbarer Belohnung für positives Verhalten

  • Genaue Festlegung des positiven Verhaltens bei dem eine sofortige Belohnung erfolgt

  • Festlegen von Sonderbelohnungen

  • Festlegen der Anzahl an unmittelbaren Belohnungen, die für eine Sonderbelohnung nötig sind

Verstärkerpläne dieser Art werden in der OGS am SPFZ Bajuwarenstraße häufig eingesetzt. Für diese Arbeit dokumentiert wurde ein Verstärkerplan für Klaus15. Klaus ist ein 12-jähriger, deutschstämmiger, männlicher Schüler. Er geht in die 6 Klasse. Sein ADHS ist mittelschwer ausgeprägt und wird medikamentös behandelt. Therapie findet derzeit keine statt, jedoch war Klaus bis Mitte letzten Jahres in einer Spieltherapie, die durchaus positive Veränderungen bewirken konnte. Als Besonderheit weist er eine extreme Distanzlosigkeit gegenüber seinem männlichen Betreuer auf. Diese zeigt sich vor allem durch die Suche nach körperlichem Kontakt, besonders wenn der Rhythmus des alltäglichen Kontakts unterbrochen wurde (z.B. nach dem Wochenende, nach Krankheit des Betreuers oder des Schülers). Seine Mutter ist alleinerziehend und sehr um das Kind bemüht. Sie arbeitet eng mit den Lehrern des SPFZ und den Betreuern der OGS zusammen. Für Klaus ist ein Erziehungsbeistand beim Regensburger Jugendamt beantragt. Da jedoch nur ein männlicher Betreuer in diesem Fall Sinn macht steht Klaus derzeit hier auf der Warteliste. Es wird von einer Wartezeit nicht unter 6 Monaten ausgegangen.

Die Entwicklung des Verstärkerplans fand zusammen mit Klaus und seiner Mutter statt.

Wahl des Problemverhaltens, dass verändert werden soll:

Das Problemverhalten war die Unruhe und Unkonzentriertheit bei den Hausaufgaben.

Möglichst genaue Beschreibung des Problemverhaltens:

Gegenüber Klaus und seiner Mutter formulierten wir die Problemlage wie folgt:

Klaus ist in der Hausaufgabenzeit meist sehr unkonzentriert. Dies beginnt damit, dass er nicht pünktlich beginnt, sondern oft 10 Minuten nach den anderen Kindern anfängt, die er in dieser Zeit auch durch Lautstärke und Verhalten stört. Während der Hausaufgabe kontrolliert er mehrfach die Kinder aus seiner Klasse die mit in der Gruppe sind und versucht sie zu verbessern, anstatt seine eigenen Aufgaben fertig zu stellen. Bei Schwierigkeiten und Problemen ist er ungeduldig und erwartet von seinem Betreuer sofortige Hilfe. Erfolgt diese nicht stört er so lange bis der Betreuer seine aktuelle Tätigkeit unterbricht und Klaus die gewünschte Hilfestellung leistet. Sobald ein Kind der Gruppe seine Aufgaben beendet hat, bzw die offizielle Lernzeit zu Ende ist, ist Klaus nicht mehr bereit weiter zu arbeiten und verweigert komplett. Versuche ihn zum weiterarbeiten zu motivieren werden von ihm auf trotzige und manchmal auch respektlose Art und Weise geblockt. (Besonders bei seinem männlichen Betreuer wird er in solchen Situationen beleidigend und zeigt deutlich Zorn und Wut über die von ihm als solche interpretierte Zurückweisung. Hierbei werden auch oft Vorwürfe gegenüber dem Betreuer laut, die sich gegen den Leiblichen Vater richten.)“16

Positive Beschreibung des Verhaltens auf dem Verstärkerplan:

Für den Verstärkerplan wurde dieses Verhalten positiv formuliert und im Protokoll des Elterngespräches festgehalten. Zusätzlich gibt es eine eingeklebte Kurzform im Hausaufgabenheft des Schülers.:

Ich mache meine Hausaufgaben ruhig, konzentriert und vollständig. Ich habe mein Material dabei. Ich kümmere mich nur um meine eigenen Hausaufgaben, die Hausaufgaben der anderen können mir egal sein.“17

Auswahl unmittelbarer Belohnung für positives Verhalten

Als Belohnung entschiedenen wir uns für Handgemalte Sterne im Hausaufgabenheft, die der Betreuer zusätzlich mit seinen Namenskürzel verifizieren soll. Da das Hausaufgabenheft auch einen Kommunikationsweg mit Lehrern und Eltern darstellt, erhält Klaus zusätzliche Bestätigung wenn er das Heft dann zuhause vorzeigt. Die Entscheidung, dass der Stern vom Betreuer per Hand gezeichnet werden soll, hat den Hintergrund, dass durch das zeichen und die dabei investierte Zeit Klaus Aufmerksamkeit vom Betreuer für positives Verhalten erhält. Man nimmt sich Zeit, das positive zu bemerken und zu würdigen.

Genaue Festlegung des positiven Verhaltens bei dem eine sofortige Belohnung erfolgt

Klaus sollte nun vorschlagen, wann er einen Stern ins Hausaufgabenheft bekommen soll. Klaus sagte, dass er immer dann einen Stern wolle, wenn er seine Hausaufgaben wie auf dem Plakat machen würde. Zudem forderte er, dass er auch dann einen Stern bekommen sollte, wenn er zusätzliche Übungen (über die Hausaufgabe hinaus) machen würde und wenn er etwas besonders schwieriges besonders gut erledigen würde. Dies wurde von uns so akzeptiert. Sterne für Zusatzaufgaben sind grün, jene für schwierige Aufgaben sind rot. Klaus kann also zwischen 0 und 3 Sterne pro Tag bekommen.

Festlegen von Sonderbelohnungen & Festlegen der Anzahl an unmittelbaren Belohnungen, die für eine Sonderbelohnung nötig sind

Die Sonderbelohnungen werden von der Mutter übernommen. Zusammen mit Klaus wurde festgelegt, dass Klaus als Belohnung für zehn gelbe Sterne ein Buch von seiner Mutter bekommt. Hierbei wurde auf eine Liste besonderer Bücher der OGS zurückgegriffen, denn sollte er im gleichen Zeitraum noch fünf grüne oder rote Sterne gesammelt haben, stellt ihm die OGS einzelnen Kapitel des Buches als Hörbuch zur Verfügung.

4.2. Beobachtete Effekte des Verstärkerplanes

Es ist schwierig die Effektivität des bei Klaus angewendeten Verstärkerplans tatsächlich zu messen. Hauptursache hierfür ist, das die Rahmenbedingungen mit Einführung des Verstärkerplans dahingehend geändert wurden, dass Klaus seine Hausaufgaben in einem Intensivierungsraum18 in einer Kleingruppe machen darf und von den männlichen Mitschülern in der Gruppe die aus seiner Klasse stammen dadurch getrennt ist.

Jedoch ist generell eine massive Verhaltensverbesserung feststellbar. Das Auftreten des vor Einführung des Verstärkerplans nahezu ständig gezeigten Verhaltens hat sich soweit reduziert, das wir inzwischen die „normalen“ Sterne nur noch intermitterend19 als Verstärker einsetzen, nämlich dann, wenn das gewünschte Verhalten in Perfektion und komplett eigenständig gezeigt wird. Meist kann in diesem Zusammenhang dann auch ein „Sonderstern“ vergeben werden.

  1. Quellenverzeichnis

    Bildnachweise

    Abbildung 1: http://www.sciencephoto.com/image/228950/530wm/H4200249-Edward_Thorndike,_American_psychologist-SPL.jpg

    Abbildung 2: http://www.icollector.com/images/1593/17147/17147_0345_1_lg.jpg

    Literarische Quellen

    Hobmair et alt., Pädagogik, Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2003

    Hobmair et alt., Psychologie, Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2003

    Internetquellen

    http://schulpsychologie.lsr-noe.gv.at/

    http://schulpsychologie.lsr-noe.gv.at/downloads/wenn_lob_allein_nicht_reicht.pdf

    http://www.medizin-im-text.de

    http://www.medizin-im-text.de/blog/2009/971/diagnosekriterien-der-adhs-nach-icd-10/

    http://www.leaders-circle.at

    http://www.leaders-circle.at/fuehren-mit-zielen.html

    http://www.dimdi.de/

    http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/htmlgm2011/index.htm

1Vgl. Hobmair et alt., Pädagogik, S 152, Bildungsverlag EINS. Trosdorf 2003

2Vgl. Hobmair et alt., Pädagogik, S 152, Bildungsverlag EINS. Trosdorf 2003

3Vgl. Hobmair et alt., Pädagogik, S 153, Bildungsverlag EINS. Trosdorf 2003

4Vgl. Hobmair et alt., Pädagogik, S 154, Bildungsverlag EINS. Trosdorf 2003

5Vgl. Hobmair et alt., Pädagogik, S 154, Bildungsverlag EINS. Trosdorf 2003

6Vgl. Hobmair et alt., Pädagogik, S 154, Bildungsverlag EINS. Trosdorf 2003

7Vgl. Hobmair et alt., Pädagogik, S 156, Bildungsverlag EINS. Trosdorf 2003

8Vgl. Hobmair et alt., Pädagogik, S 157, Bildungsverlag EINS. Trosdorf 2003

9Gemäß einer Suche auf http://www.focus.de letztmalig durchgeführt am 13.1.2012

10Dunja Voos, ADHS, das umstrittene Syndrom, veröffentlicht auf http://www.medizin-im-text.de, 2010

12Die Kriteren sind komplett dem Artikel „Dunja Voos, ADHS-Diagnosekriterien nach ICD-10, erschienen auf http://www.medizin-im-Text.de, 2009“ entnommen. Auf eine weitere Kennzeichnung als Zitat wird verzichtet.

13Thorndikes Effektgesetz:

Aus einer Fülle von praktizierten Verhaltensweisen werden auf Dauer nur solche wieder gezeigt, die für den Organismus befriedigende Konsequenzen nach sich ziehen; diejenigen Verhaltensweisen, die keine befriedigenden Konsequenzen zur Folge haben, werden nicht wieder gezeigt. Somit bestimmen die Konsequenzen eines Verhaltens dessen zukünftige Auftretenswahrscheinlichkeit.

(zitiert aus Hobmair et alt., Pädagogik, Seite 152, Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2003

14Egger-Agbonlahor Ingrid, Verhaltensauffällige Kinder – Anregungen zum Umgang im Unterricht, Seite 1, veröffentlicht als PDF im Netz unterhttp://schulpsychologie.lsr-noe.gv.at/

15Name wurde von den Autoren zwecks Datenschutz verändert.

16Abschrift aus der Dokumentation in der Schülerakte

17Eintrag in Form eines eingeklebten Plakats im Hausaufgabenheft des Schülers.

18Als Intensivierungsraum wird ein Raum zwischen zwei Klassenzimmern bezeichnet, der meist nur eine oder zwei Tische enthält. Schüler die in größeren Gruppen verstärkt Konzentrationsprobleme haben können hier in kleineren Gruppen arbeiten, wodurch die Leistung meist erheblich gesteigert wird.

19„Intermittierende Verstärkung meint eine Gelegentliche Verstärkung von Verhalten, bei der ein Verhalten nur bab und zu verstärkt wird.“

(zitiert aus Hobmair et alt., Pädagogik, Seite 159, Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2003



Web 2.0 (Wordle)

Web 2.0

Aufgabenstellung:
Bis zu 20 Begriffe zum Thema Web 2.0 als Wordle (oder “Wortwolke”) aufbereiten und das Ergebnis auf einem eigenen erstellten Blog online stellen

Erstellte für den 1.15 Modulkurs Web 2.0

Fakultät angewandte Sozialwissenschaften

Aufgabensteller: Ernst Karosser

Vorgelegt von

Sebastian Brenner

Matrikelnummer: XXXXXX

Semester: 3. Fachsemester

Regensburg, den 16.11.11

Version 1:

Web 2.0 Wordle 1

Version 2:

Version 3:


In eigenen Worten (Wordcloud)


Wordle: In eigenen Worten


Skizze: Büchercafe

Projekt Büchercafé

Beschreibung:

Das Büchercafé ist eine feste Einrichtung die in zwei – dreiwöchigem Turnus stattfindet und tatsächlichen Café-Charakter hat. Neben Tee, Kakao (evtl. Kaffee) und Gebäck, das für die Teilnehmer vorbereitet ist, sorgt vor allem auch passende Dekoration für den Anschein eines Cafés. Während der Zeit in der das Projekts stattfindet werden Bücher und Texte besprochen oder ihre Themen diskutiert.

Nach der Überwindung von Startschwierigkeiten sollte es den Teilnehmern zu bestimmten Terminen erlaubt sein Freund mit zu bringen.

Auch das gründen von Unter-AGs, wie eine Schreibwerkstatt, eine Eltern-Kinder-Büchercafé ist denkbar.

Ziele:

  • Steigerung des Leseverstehens:

    Die Teilnehmer sollen lernen Informationen aus zunehmend komplexeren Texten zu entnehmen. Die Angst vor komplexeren Texten soll abgebaut werden.

  • Steigerung der kommunikativen Fähigkeiten:

    Durch Besprechung der von den Teilnehmern gelesenen Texte, soll die Kommunikation in Gruppen trainiert werden. Das Einhalten von Gesprächsregeln soll als normales Kommunikationsverhalten angenommen werden. Die Verwendung richtiger Grammatik in der gesprochenen Sprache ist ein weiteres – jedoch langfristiges – Ziel.

  • Erweiterung des Wortschatzes:

    Die Teilnehmer sollen sowohl ihren produktiven, als auch ihren rezeptiven Wortschatz erweitern.

  • Erhöhung des Sprachkenntnisniveaus:

    Langfristig sollen Schüler die das Büchercafé über mehrere Jahre besucht haben auf ein Sprachniveau vergleichbar dem europäischen C1 – C2 gebracht werden.

     


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